Mutlosigkeit

Mutlosigkeit: Man wollte sich ein
Herz fassen, das man nicht hatte.

Peter E. Schumacher

Aus der Mutlosigkeit entspringt Angst. Mutlos werden Veränderungen hingenommen. Dumme Entscheidungen ertragen und diese dann zusätzlich auch noch mit Wochenendarbeit ausgeglichen. Diese Angst lähmt, Dinge auf eine neue und vielleicht viel fruchtbarere Art und Weise anzugehen. Dinge Anders zu machen heisst oft ein Aussenseiter sein. Man hat Angst vor Anfeindung mit Kollegen oder gar davor aufgezogen und ausgelacht zu werden. Mut sich dem ganzen Trott zu stellen und die alten, lähmenden Muster zu durchbrechen, getrauen sich nur wenige. Im Brennpunkt von etwas Unbekanntem zu stehen erfordert ein gewissen Glauben an sich selbst und vorallendigen Mut.
Nicht schweigend die ganze unterträgliche Firmenmaschenerie ertragen sondern den Mund aufmachen. Vom passiven Leider zum aktiven Gestalter werden. Manchmal einfach nach herzenslust Fluchen und den ganzen Sinn in Frage zu stellen. Nicht mutlos die Fragen des Projektleiters so diplomatisch wie möglich beantworten. Ihm ins Gesicht zu sagen, dass etwas besonders Scheisse läuft, das Excel kein Projektplanungstool ist und das MS-Project ein Tool der Hölle ist. Ihm sagen, dass es einfach unlogisch ist Testfalllisten auszufüllen, wenn die zu testende Software nichtmal angedacht ist oder sich strikt weigern eine Aufwandsabschätzung abzugeben, wenn man dies wirklich nicht kann. Es bedarf dazu Mut zu gestehen, es nicht zu wissen und diesen Standpunkt auch so lange zu vertreten, bis man es weiß. Besser als Aufwandszahlen zu erfinden und sich dann wegen der Fehleinschätzung verzetteln und sich Rechtfertigen müssen. Angst um seinen Job sollte man diesbezüglich nicht haben. Denn oft wird diese Art von Mut sehr begrüßt. Sollte sie unerwünscht sein, ist vielleicht ein neuer Arbeitgeber sinvoll.