Gutgläubligkeit
Gutgläubigkeit schmeckt besser als Vernunft.
Stefan Radulian
Gutgläubigkeit oder Naivität ist im Allgemeinen ja eher eine “niedliche” Eigenschaft und im Alltag selten hinderlich. Manche unseriöse Gestalten haben es natürlich auf diese Art von Mensch abgesehen um sie zu prellen. In der Softwareentwicklung ist diese Eigenschaft eine Todsünde. Wer den Worten so mancher Manager oder Kollegen glaubt, ist verraten und verkauft. Wie auch in der wahren Welt dubiose Geschäftemacher die Gutgläubigen schröpfen. Erhaltene Informationen sollten immer geprüft werden. Antworten die man auf Fragen erhalten hat, müssen verifiziert werden. Sehr häufig fördert eine, anfänglich sehr unverfängliche Frage, Probleme an die Oberfläche die lieber im Verborgenen schlummern würden. Versprechungen sollte man erstmal misstrauen. Bei der täglichen Arbeit ist es von Vorteil immer den schlimmsten Fall anzunehmen. Wird ein neuer Kollege als Hilfe versprochen, gehe weiter davon aus, das er niemals kommt. Wird dir ein Termin zugesichert, rechne damit das er verschoben wird. Gutgläubigkeit kann einem das Genick brechen. Auf die Frage, wie man etwas in einer entsprechenden Softwareumgebung löst, kann eine gegebene Antwort richtig sein. Sie muss es aber keinenfalls. Häufig ist es nur eine Möglichkeit die dem Anderen bekannt ist. Ob Richtig oder Falsch vermag man nicht zu sagen. Hier sollte man Vorsicht walten lassen uns nicht aus Bequemlichkeit eine sehr gefährliche Gutgläubigkeit vorschützen.